3. Etappe Annat – Inverness 26.Juni 2017

Strecke: Annat (Highland Trail 550*) – Kinlochewe (A832) – Garve (Highland Trail 550*) – Dingwall (National Cycle Route 1#) – Inverness *www.highlandtrail.net #www.sustrans.org.uk/ncn/map/route/aberdeen-to-the-shetland

Übernachtung: Glencairn Guest House 

Unter Radfahrern ist der „Jour sans“ gefürchtet, wir hatten heute einen. Aber der Reihe nach… Wie üblich starteten wir routiniert und mit vollem Magen auf die heutige Etappe. Anfangs fuhren wir auf einer leicht ansteigenden „Single Track Road“ durch eine unwirklich friedliche und weitläufige Hügellandschaft. Immer wieder wurde dieses Bild durchbrochen von Flussläufen und Seen. Der Bewuchs war einer Heidelandschaft sehr ähnlich und geprägt von Ginster, schottischer Pinie, und der schottischen Nationalpflanze, der Distel. Lange schlängelte sich unser Weg ins Landesinnere. Begleitet wurden wir ab und an von Möwen die sich etwas weiter von der Küste weg gewagt hatten und vielen vielen Schafen. Da beide Gruppen gut unterwegs waren gönnten sich diese recht gegensätzliche Pausen.

Während die MäRe Crew fürstlich in einem edlen Grand Hotel, das auch als Kulisse für einen „Rosamunde Pilcher Film“ taugen würde, ihre Teatime abhielten, wurde die Männergruppe ihrerseits sogar von einem Hotel abgewiesen gegen die selbst die ein oder andere Absteige ein Luxusetablissement ist. Währen die MäRe Crew also hervorragenden Tee und Kaffee genossen, standen die Männer im Hof des Hotels zwischen Mücken und kauten die mitgebrachten Sandwiches und Kekse.

Mit der Weiterfahrt nach der Pause änderte sich Wetter und Landschaft. Nach Überquerung eines kleineren Passes wurde es milder, die Hügel sanfter und die Flächen bewaldeter. Zu unserer Fahrstraße parallel verlief eine Weile die schottischen Bembel, der„West Highland Railway“. So fuhren beide Gruppen ein wenig in sich gekehrt und inspiriert von der Natur und der weiten Landschaft vor sich hin. Die MäRe Crew ist über ihr geplantes Ziel hinausgeschossen und hatte den Treffpunkt mit unserem Guide Peter verpasst. So kamen sie in den Genuss eines Abstechers über eine imposante Hängebrücke die direkt über einen mächtigen Wasserfall führte. Die Männer hingegen waren einfach zu schnell um an diesem Abzweig noch bremsen zu können. Wenig später sind beide Gruppen in Inverness eingerollt. Die MäRe Crew im Transporter mit Peter und die Männer auf dem Rad.

Zielsicher fanden wir unsere Unterkunft und einen Supermarkt der uns mit ausreichend Bier versorgte. Um ausreichend feste Nahrung zu uns zu nehmen hatten wir einen Tisch bei „Sams Indian Cuisine“ in der Stadt reserviert und machten auf dem Heimweg einen Abstecher in ein schottisches Pub mit Live-Musik und Whisky. Ein toller Tag ganz ohne Regen, Matsch und nassen Schuhen, ein perfekter „Jour Sans“.